• Slider Foto
  • Slider Foto
abnehmen rauchfrei @ abnehmen-rauchfrei.de

Abnehm-Irrtümer & Aberglaube


Irrtümer und Aberglaube zu Ernährung, Übergewicht und Abnehmen



Hier einige von vielen Ernährungsirrtümern:


Abends essen macht dick?

Dieser Irrglaube besteht bei vielen, aber da für das Körpergewicht die Menge an Nahrung entscheidend ist, die pro Tag aufgenommen wird, und entscheidend ist, was wir essen, schadet das Essen am Abend prinzipiell nicht. Allerdings funktioniert die Verdauung am Abend nicht so gut, sondern geht langsamer vonstatten. Sofern sich jedoch Nahrungszufuhr und der tatsächliche Nahrungsbedarf im Einklang halten, kann man zu jeder Tageszeit essen, ohne dabei zuzunehmen.

Man soll das essen, was einem schmeckt?

Und so vertreten viele die Meinung, was ihnen schmeckt, kann nicht schlecht für sie sein, davon können sie essen, so viel sie wollen, ohne davon Übergewicht zu bekommen. Das stimmt so jedoch nicht, denn unser Stoffwechsel ist darauf eingerichtet, ein zu Viel an Nahrung in Fettdepots zu speichern und somit überflüssige Fettpolster entstehen zu lassen. Wer sich beim Essen nur nach Geschmack und Bauchgefühl richtet, wird pro Jahr um einige Kilo an Gewicht zulegen.

Am schnellsten kann man durch gar nicht essen abnehmen?

Damit tut man sich keinen Gefallen, weil der Körper dann sofort auf Notprogramm schaltet, d.h. weniger Kalorien verbraucht. Zwar nimmt man ab, jedoch lässt der Jo-Jo-Effekt nicht lange auf sich warten, sobald wieder normal gegessen wird. Hinterher bringt man mehr Kilos auf die Waage, als man zuvor hatte. Hungern hilft insofern nicht, wenn man erfolgreich und dauerhaft abnehmen will.

Man muss täglich eine warme Mahlzeit essen?

Diese These ist wissenschaftlich nicht bewiesen. Im Grunde ist es egal, ob wir warm oder kalt essen, zumal im Magen das aufgenommene warme Essen gleich wieder auf Körpertemperatur abgekühlt wird. Allerdings empfinden wir es als angenehm und bereichernd, einmal täglich eine warme Speise zu uns zu nehmen.

Von Nudeln wird man dick?

Auch das ist ein Irrglaube. Nudeln sind gute Energielieferanten, da sie zum größten Teil aus Kohlenhydraten bestehen. Nur sollte man nicht zu viel davon essen und vor allem auch auf das Drum-Herum achten, was man zu den Nudel isst. Zuckerhaltiges Tomatencatchup, fette Sahnesoßen aus Mehlschwitze oder überbacken mit gehaltvollem Käse, das kann sich natürlich dann schnell als unliebsame Fettpolster auf die Hüften schlagen. Besser ist, sich z.B. aus frischem Gemüse und Kräutern eine leckere Soße selbst zu bereiten.

Von Kartoffeln wird man dick?

Gehört ebenfalls zu den Abnehmirrtümern, denn die Kartoffel selbst ist kein Dickmacher, da sie wenig Fett und viel Wasser enthält. Anders sieht es bei der Zubereitung aus. Während eine normale Portion gekochter Kartoffen nur ca. 105 Kalorien enthält, hat die gleiche Menge Kartoffeln als Pommesfrites zubereitet ca. 370 Kalorien. Insofern kommt es auf die Zubereitung an, Kartoffeln machen nicht dick, Pommes aber gehen auf die Hüfte.


Werbung:

Von Fett wird man dick?

Das ist richtig, weil Fett 9 Kalorien pro Gramm enthält und damit der größte Kalorienlieferant ist. Fett sollte daher nur sparsam zu sich genommen werden, denn essen wir zu fettreich, so führt dies zwangsläufig zu Übergewicht, zumal Fette keine Sättigungssignale auslösen. Pflanzliche Fette sowie das Fett aus Fisch sollten in einer gesunden und ausgewogenen Ernährung jedoch nicht fehlen, da beispielsweise die einfach ungesättigten Fettsäuren, wie z.B. beim Olivenöl, die Konzentration an LDL-Cholesterin im Blut senken können. Ebenso Rapsöl oder Walnussöl. Auf jeden Fall sollte man Fette und Öle wegen des hohen Energiegehalts nur sparsam zu sich nehmen.

Light-Produkte machen schlank?

Der Begriff "Light" ist gesetzlich nicht geschützt und somit keine Gewähr dafür, dass es sich in jedem Falle um ein kalorienarmes Produkt handelt. Manche Produkte sind lediglich kalorienreduziert, enthalten trotzdem aber noch viele Kalorien, wie Fett oder Zucker. Außerdem können Light-Produkte in der Annahme, dass es sich um gesunde und kalorienarme Nahrung handelt, dazu verführen, dass man mehr davon ist, als gut ist. Die Folge ist Übergewicht.

Frischgemüse ist gesünder als Tiefkühlgemüse?

Bei frischem Gemüse besteht leider oft das Problem, dass durch die Lagerzeiten bis hin zum Verzehr wertvolle Vitamine verloren gehen. Bei TK-Gemüse ist das nicht der Fall, da es zumeist frisch vom Feld abgeerntet sofort schockgefroren und luft- sowie lichtdicht verpackt wird. Dadurch werden die luft- und lichtempfindlichen Vitamine erhalten, zudem lassen sich für die Zubereitung kleine Mengen aus der Verpackung entnehmen. Insofern bietet Tiefkühlgemüse viele Vorteile für eine gesunde, vitaminreiche Ernährung.

Spinat enthält sehr viel Eisen?

Ohne Frage ist Spinat gesund, aber mit dem hohen Eisengehalt, das ist ein Irrglaube, der sich vermutlich aus einem Berechnungsfehler bei der Messung von getrockneten Spinatblättern eingeschlichen hatte. Spinat besteht zu 90% aus Wasser und enthält 3,4 mg Eisen, nicht jedoch 34 mg, wie es fälschlicherweise lange Zeit hieß. Insofern ist Spinat nicht der vermeintlich große Eisenlieferant.

So viel Vitamine wie möglich essen?

Viele glauben, je mehr Vitamine sie zu sich nehmen, um so besser, aber dass Überdosierungen gesundheitsschädlich wirken können, wissen nur wenige. Beispielsweise Beta-Karotin gehört zu den Substanzen, nicht nicht in größeren Mengen zu sich genommen werden sollte und auch nicht über einen längeren Zeitraum. Gleiches trifft zu auf das Vitamin B6 sowie auf die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K. Es kann zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen, sofern eine Überdosierung stattfindet. Dass viel Vitamin C vor Erkältungskrankheiten schützt, auch das ist ein Irrglaube und nicht wissenschaftlich bewiesen. Täglich 5 Portionen Obst, das gilt allgemein als empfohlene Menge, um seinen Vitaminbedarf zu decken.

So viel Rohkost wie möglich essen?

Rohkost sollte zu einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung dazu gehören, auf eine einseitige Rohkosternährung sollte man jedoch besser verzichten, da Rohkost teilweise nur schwer verdaulich ist, zu Verdauungsstörungen sowie zu Blähungen führen kann. Viele Gemüsesorten, wie Bohnen, Kartoffeln oder Linsen, sind im gekochten Zustand wesentlich besser verdaulich, so dass die Inhaltsstoffe vom Körper leichter verwertet werden können. Um die im Gemüse enthaltenen Vitamine zu erhalten, sollte Gemüse nicht völlig zerkocht, sondern nur kurz gedünstet werden. Paprika, Karotten, Tomaten und Blattsalat eignen sich hingegen besonders gut, um im rohen Zustand verzehrt zu werden, und sie liefern als Rohkost wichtige Vitamine, Pflanzen- und Mineralstoffe.

Fisch ist gesünder als Fleisch?

Da Fischeiweiß leichter verdaulich ist und wertvolle Fischöle enthält, die das Risiko für Herzinfarkte senken können, sollte man Fisch bei der Ernährung bevorzugen.

Salz treibt den Blutdruck in die Höhe?

Das trifft hauptsächlich auf Menschen zu, die eine erhöhte Aufnahme von Kochsalz nicht vertragen und mit einer Steigerung des Blutdrucks darauf reagieren. Ansonsten ist Salz in einer angemessenen Dosis für die Aufrechterhaltung unserer Körperfunktionen lebensnotwendig.

Kaffee entzieht dem Körper Wasser?

Dies galt früher so, inzwischen steht fest, dass die mit dem Kaffee zugeführte Menge an Flüssigkeit der täglichen Gesamtflüssigkeitsbilanz hinzu gerechnet werden kann. Damit liefert auch Kaffee einen Beitrag zur Gesamtwasserzufuhr pro Tag. Das obligatorische Glas Wasser, was in südlichen Ländern und auch in etlichen hiesigen Cafés zum Kaffee gereicht wird, ist zwar nicht verkehrt, aber für einen ausgeglichenen Flüssigkeitshaushalt nicht unbedingt erforderlich.

Zur Verlängerung des Lebens täglich ein Glas Rotwein trinken?

Dass regelmäßiger Konsum von Rotwein das Leben verlängert, ist wissenschaftlich nicht bestätigt. In einigen gesundheitsbezogenen Studien wurde belegt, dass ein moderater Genuss von Wein das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken soll, wobei dem Weiswein gleiche gesundheitsförderliche Wirkungen, wie dem Rotwein zugeschrieben werden. Zu beachten ist jedoch, dass mehr als 1/4 Liter Wein die Leber belastet und Gehirnzellen schädigen kann.

Käse schützt vor Karies?

Es soll tatsächlich so sein, dass Käse die Zähne schützt, weil in Käse Kalzium, Phosphat und auch das Milchprotein Kasein enthalten ist, was die Zähne vor Mineralstoffverlust schützt. Außerdem erhöht besonders Hartkäse die Bildung von Speichel. Mahlzeiten mit dem Verzehr eines Stückchen Käse abzuschließen, senkt die Säurebildung aus kohlenhydratreichen Lebensmitteln, die ansonsten im Mund aus Zucker gebildet werden und Karies verursachen können.

Karotten sind gut für die Augen?

In Karotten ist viel Beta-Carotin und u.a. auch Vitamin A enthalten. Letzteres wird von den Zellen des Auges für das klare Sehen bei Dämmerung und Dunkelheit benötigt. Da in einer gesunden und ausgewogenen Nahrung ausreichend Vitamin A enthalten ist, wie z.B. in Eiern, Milch, Käse, Butter und Fisch, sind wir zur Genüge vor Nachtblindheit geschützt, so dass ein vermehrter Verzehr von Karotten nicht nötig ist. Vor Kursichtigkeit oder Weitsichtigkeit können Karotten eh nicht schützen.

Schlank werden durch ausgewählte Lebensmittel?

Alle Jahre wieder, besonders im Frühjahr, werden wir mit Diät-Angeboten konfrontiert, z.B. die Ananas-Diät, Apfelessig-Diät usw., wonach die in den jeweiligen Lebensmitteln enthaltenen Enzyme als wahre Fettverbrenner angepriesen werden. Allerdings können die Enzyme nicht im Fettgewebe wirken. Säure und Verdauungsenzyme spalten die vermeintlichen Fettverbrennungsstoffe bereits im Magen auf, und es gibt auch keinen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass bestimmte Lebensmittel den Fettabbau beschleunigen würden.


Grafik

Zusammengefasst betrachtet ist es also nicht ratsam, sich auf vermeintliche Weisheiten zu verlassen, die als Irrtümer und Aberglaube zu Ernährung, Übergewicht und Abnehmen kursieren. Eine Reduktion des Körpergewichts lässt sich hauptsächlich durch eine gesunde Ernährung, durch den Verzehr von Vollkornprodukten, Obst und Gemüse erzielen, während kalorienreiche Lebensmittel gemieden werden sollten. Eine Ernährungsumstellung und natürlich viel Bewegung sind zum Abnehmen die besten Voraussetzungen.



Abnehmen nach und mit Farben?

Es soll tatsächlich funktionieren, dass sich mit Ernährung nach Farben und auch mit einigen Farb-Tricks für die Wohnraumgestaltung abnehmen lässt. Hier können Sie mehr darüber lesen...


Mehr lesen